HAWK-Studierende rufen zur Beteiligung an einem Forschungsprojekt auf

Erscheinungsdatum: 02.06.2026

Holzminden hat viele Gesichter: Da ist der historische Marktplatz, die idyllische Weserpromenade, aber auch der versteckte Hinterhof oder die bunte Graffiti-Wand im Viertel. Doch wie erleben die Bewohnenden ihre Stadt? Dieser Frage gehen Studierende der Sozialen Arbeit an der HAWK-Fakultät Soziale Arbeit in Holzminden nach und wenden sich dafür direkt an die Einwohnenden. Unter dem Motto „Mein Holzminden, meine Stadt – Deine Sicht auf deine Stadt“ startet ab sofort eine Fotomitmachaktion, die zum Dialog im und über das Gemeinwesen anregen soll.

„Die Idee ist tief in der Gemeinwesenarbeit verwurzelt und bezieht sich auf die wahrgenommene Lebenswelt und persönliche Aneignungserfahrung mit dem Sozialraum, der Stadt“, erläutert Prof. Dr. Angelina Göb, die das Seminar zum Thema Gemeinwesen leitet. „Was sind Identifikationspunkte und ‚Ermöglichungsmomente‘, um über das Medium Foto in den intergenerationalen, interkulturellen Dialog zu kommen? Ob Spielplatz, Straße oder Seniorenresidenz, Garage, Garten oder der Blick durch Gardinen – aus all diesen Eindrücken entsteht ein spannendes, vielleicht auch spannungsgeladenes Portrait der Stadtgesellschaft über das wir im Seminar mehr erfahren wollen.“

So können Holzmindener Bevölkerung mitmachen

Alle Einwohnenden sind aufgefordert, mitzumachen: Jung und Alt, Neuzugezogene und Alteingesessene. Wer ein Motiv entdeckt und fotografiert hat – egal ob mit dem Smartphone oder der Spiegelreflexkamera – oder eins im Bilderspeicher oder Fotoalbum hat, kann es über einen QR-Code, per E-Mail an umfrage.fs-hol@hawk.de oder als ausgedrucktes Foto im Sekretariat der Sozialen Arbeit am Holzmindener Haarmannplatz 3 – bestenfalls mit einer kurzen Erläuterung zur Motivwahl – einreichen.

 

Welche Motive lassen sich einsenden?

Welche Orte sind für das Zusammenleben vor Ort wichtig? Wo gibt es Verbesserungsbedarf oder Zusammenschlüsse, Nachbarschaften, Treffpunkte, die zeigen, wie man miteinander leben kann? Auch Fotos, die uns einen historischen Einblick geben und die Veränderungen im Stadtbild präsentieren, sind willkommen. „Es geht nicht um professionelle Fotografie oder technische Perfektion, sondern um den persönlichen Moment und die individuelle Geschichte hinter dem Bild“, betonen Lars Brenne, Christin Einwohlt und Amelie Harney aus dem studentischen Projektteam.

Veröffentlichung der Forschungsergebnisse

Die gesammelten Werke sollen am Ende nicht ungesehen bleiben. Die Studierenden planen, die Einsendungen in einem Gemeinschaftsprojekt zusammenzuführen, um die Sichtweisen öffentlich sichtbar zu machen. Das Projekt soll Anstoß und Anregung sein, den Dialog in und über Holzminden zu fördern – gestaltet von denjenigen, die die Stadt am besten kennen: den Bürger*innen selbst.

Mit der Einsendung versichern die Teilnehmenden, dass sie das Bild aufgenommen haben und über alle Rechte am Bild verfügen sowie der HAWK das unentgeltliche, zeitlich und räumlich unbeschränkte Recht einräumen, das Foto für Forschungszwecke, Präsentationen sowie Ausstellungen zu nutzen, zu vervielfältigen und zu veröffentlichen. Es gelten die Bestimmungen der DSGVO.

Bildunterschrift:
Freuen sich über eine rege Teilnahme an der Fotoaktion: Die Studierenden der Projektgruppe mit Prof. Dr. Angelina Göb (4. v. l.).